Alles Illusion?

Als rational denkendes Wesen geht der Mensch davon aus, in jeder Situation in der Lage zu sein, richtig und angemessen zu handeln. Doch “Perhaps the most robust finding in the psychology of judgment is that people are overconfident (De Bondt, Thaler 1995, S.389).” Individuen schätzen demnach ihre Fähigkeiten und Kenntnisse im Rahmen der Urteilsbildung ein und weisen ein Übermaß an Vertrauen in ihr eigenes Urteil auf. Menschen sind zwar fähig rationale Theorien zu verabschieden, im täglichen Leben ist aber nicht immer alles rational lösbar. Vor allem bei psychischen Vorgängen täuscht oft die Kognition. Diese kognitive Verzerrungen, auch cognitive illusion genannt, führen zu einer falschen Vorstellung in der Wahrnehmung, Beurteilung und Erinnerung. Von einer Illusion kann prinzipiell gesprochen werden, wenn ein Zusammenhang zwischen einer Ursachen-Wirkungskette gesehen wird die nicht existiert. Diese Verzerrungen, welche von den Empfindungen der Individuen abhängen sind schwer nachweisbar bzw. messbar. Es wurde ebenfalls bemerkt, dass diese psychischen Vorgänge unfreiwillig, d.h. nicht bewusst, geschehen. Eine Vermeidung ist demnach, wenn überhaupt, nur schwer möglich.

Tauchen Sie mit mir in den nächsten Beiträgen ein, welchen Illusionen wir täglich unterliegen. Welche Auswirkungen zu erwarten sind und was das für unsere täglichen Handlungen in der Arbeit sowie im Privaten bedeutet.

Literaturempfehlungen dazu:

Risiko: Wie man die richtigen Entscheidungen trifft

Bauchentscheidungen: Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition

Quellen:

De Bondt, Wener F.M./Thaler, Richard H. (1995): Financial decision-making in markets and firms – A behavioral perspective, in: Jarrow, Robert A./Maksimovic, Voijslav/Ziemba, William T. (Hrsg.): Finance, Handbooks in Operations Research and Management Science, 9. Auflage. North Holland (Holland): Elsevier, S. 385-410.

Fiedler, Klaus (2004): Illusory correlation, in: Pohl, Rüdiger F. (Hrsg.) Cognitive illusions. New York (USA): Psychology Press S. 97-115.

Fischhoff, Baruch/Slovic, Paul/Lichtenstein, Sarah (1977): Knowing with certain- ty – The appropriateness of extreme confidence, in: Journal of Experimental psychology, 3. Jg., Heft 4, S. 552 – 564.

Gigerenzer, Gerd (1996): On narrow norms and vague heuristics: A reply to Kahneman and Tversky, in: Psychological Review. American Psychological Association, 103. Jg., Heft 3, S. 592-596.

Jost, Peter-Jürgen (2008): Organisation und Motivation – Eine ökonomisch- psychologische Einführung. 2. Auflage. Wiesbaden (Deutschland): Gabler.

Pohl, Rüdiger F. (2004): Cognitive illusions. New York (USA): Psychology Press.

Bildquelle oben: fotodoc, „pamukkale-eine eigene welt“, CC-Lizenz (BY 2.0)

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Alle Bilder stammen aus der kostenlosen Bilddatenbank http://www.piqs.de

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