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Nachhaltige Innovationen – Prinzipien für Start-Ups

Nachhaltige Innovationen oder Innovationen für Nachhaltigkeit? Warum muss sich für für eines der Beiden entscheiden? Passt das nicht zusammen?

Wie kann man als Start-Up, als Gründer oder Inhaber nachhaltig handeln und Innovationen voranbringen?

Finden Sie mehr heraus und lesen Sie gratis das Whitepaper 10 Prinzipien Start Up

Mit unseren Workshops können auch Sie  Innovations- und Gründergeist fördern, bestehende Geschäftsmodelle nachhaltig ausrichten neue finden! Fragen Sie einfach bei uns an.

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Wohin wollen wir wachsen?

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Die aktuellen Entwicklungen des Kapitalismus schuf eine breite Krisenlandschaft: Finanzblasen, Datenhunger und Hungerkrisen, Spreitzung von Reichtum und Armut, Energiekrise, Konsumkrise, Sinnkrise und Demokratiekrise.

Ausgangspunkt ist die zentrale Anreizstruktur: Konkurrenz und Gewinnstreben.

Berufen wird sich dabei immer auf Adam Smiths unsichtbare Hand und der Annahme, dass nur Egoismus zu einer allgemeinen Glückszunahme führt. Der Wettbewerb sorgt dafür, dass nicht zu viel Egoismus herrsche (bei mangelnder Qualität oder zu teueren Preisen würde der Wettbewerb das intern regulieren). Da Unternehmen in diesem Szenario aber erstmals alle unter gleichen Bedingungen am Markt teilnehmen können, zeigt die Praxis, dass sich ethischen Verhalten derzeit nicht lohnt. Bis – wenn überhaupt – der Schutzmechanismus greift, gewinnt der, der sich am egoistischen verhält. Ethisches Verhalten muss sich erst wieder lohnen (Genaueres mal an anderer Stelle oder bei Ulrich, Steinmann/Löhr, Homann oder Wieland).

Was ist passiert?

Der Gedanke immer mehr – immer weiter – immer höher hat sich inzwischen fest manifestiert, wird aber in Zukunft mangels limitierter Resourcen nicht möglich sein. Das wäre mit normalen Menschenverstand verstehbar, leider wird es einfach ignoriert.

Was muss passieren?

Es bedarf also eines Wirtschaftssystems, das Gleiche gleich und ungleiche ungleich belohnt. Leistung im Sinne des Gemeinwohls muss sich lohnen: Unternehmen, die sich ethisch, ökolgosicher, nachhaltiger, regionaler etc. verhalten, wären in diesem System günstiger als z. B. kurzlebige einmalige Wegwerfartikel.

Es bedarf eines Wirtschaftssystems, in dem Wohlstand auch ohne Wachstum möglich ist. Die Vorteile lägen auch im Privatleben auf der Hand: Entschleunigung (betrachte man nur die Zeit, die man für Konsum, Wegwerfen und Neukauf verbringt), weniger Stress, mehr Zeit für relevantes (z. B. Ehrenamt, Bildung etc.)

Es bedarf einer sozialen Marktwirtschaft 2.0 in der die Balance zwischen menschlicher und technologischer Arbeit berücksichtigt werden muss. In der Menschenrechte, Arbeitsrechte und weitere Externalitäten (Umweltkosten) intern im System berücksichtigt werden. Mitbestimmungsrecht und eine Demokratie innerhalb der Wirschaft wären erste Ansatzpunkte.

Basis ist da!

Die in den meisten Verfassungen niedergeschriebenen Werte wie Menschenrechte, Solidarität, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit sowie Demokratie müssen nun auch in das Wirtschaftssystem übertragen werden. Wirtschaft und Gesellschaft müssen wieder zusammenrücken: Das bedeutet auch, das die reine monetäre Erfolgsmessung um gesellschaftliche Indikatoren erweitert werden muss.

Das Grundgesetz oder in die bayerische Verfassung hat dies im Kern bereits verankert: Art. 151

(1) Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl, insbesonders der Gewährleistung eines menschenwürdigen Daseins für alle und der allmählichen Erhöhung der Lebenshaltung aller Volksschichten.

Man sieht, die Basis ist gelegt, die Politik und Gesellschaft gefordert. Statt reinem Kapitalismus benötigen wir eine soziale Marktwirtschaft 2.0. Wie dies dann konkret aussehen kann, wird in einem extra Beitrag angerissen.

Quellen:

Smith A. (1776): An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations.

Felber C. (2012): Die Gemeinwohl-Ökonomie, Wien

Maedows et al. (2007): Grenzen des Wachstums, Stuttgart

Paech N (2013): Befreiung vom Überfluss, München.

Weihnachtsgeschenke im B2B – Kundenpflege oder Korruption?

Wo ist die Grenze zwischen Kundenpflege und Bestechung? Wie geht man mit Geld- und Sachgeschenken um? Wie pflegt man eine erfolgreiche Geschäftsbeziehung?

Gerade in diesen Tagen verschenken und erhalten wir kleine bis große Präsente als Dankeschön für die hervorragende Zusammenarbeit im vergangenen Geschäftsjahr. Doch wann darf ich welche Geschenke annehmen?

Schnell verschwinden die Grenzen hin zur Korruption, die in Firmen hohe Schäden verursacht. Die Folgen sind Strafen, Image- und Vertrauensverlust – über Jahre hinweg spürbar!

Dabei ist für kleine und mittlere Unternehmen das Thema sehr komplex. Gerade MitarbeiterInnenim Ein- und Verkauf und der Verwaltung sind dem Thema bereits nahe, sind auf das Thema aber seltentstvorbereitet.

Damit Sie ein entspanntes Weihnachten haben, sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter mit diesem 3/4-Tagesseminar.

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Photo by rawpixel.com on Pexels.com

 

Inhalte:
•Reputation und Image sichern und erhöhen
•Umfang und Arten der Korruption
•Korruption erkennen und verhindern
•Entwicklung und Einführung eines Anti-Korruptionsprogramms, für KMU
•Internes Audit zur Überprüfung
•Relevante Vorgehensweisen und Templates werden zur Verfügung gestellt
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Moralbildung muss strategisch sein

Bildung muss strategisch sein – so das Motto von Alexander Herzner auf dem ersten World Summit on Moral Education in Abu Dhabi. Der Experte für Strategie und Nachhaltigkeit, Dozent an drei deutschen Hochschulen war dafür nach Abu Dhabi eingeladen worden.

Mehr als 5.000 Teilnehmer aus über 25 Ländern diskutierten über die Notwendigkeit von  Moral Education, also die Integration von Ethik, Werten und Werthaltungen in das Curricula von Schulen. Die Ökonomisierung, die Notwendigkeit einer Nachhaltigen Entwicklung oder das Internet sind die wichtigsten Beispiele. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben dafür ein eigenes Programm entwickelt.IMG_4201

Der Bildungsminister (rechts) bedankte sich bei Alexander Herzner (links) für seine herausragenden Ausführungen und überreichte ihm den Aqdar Award.

Dass dabei strategisch vorgegangen werden muss, machte Alexander Herzner sind seinen zwei Keynotes deutlich. Erst müssen die erwünschten Werte definiert werden, mit den Inhalten reflektiert und anschließend in das Bildungssystem integriert werden. Dies gelingt durch regelmäßige Assessments der Schüler, Lehrer und Institutionen. „Durch diese einfachen Assessments werden sehr schnell Potentiale aufgedeckt“. Natürlich darf die Anerkennung nicht fehlen.

„Wir reden jeden Tag über Werte, aber ich war überrascht, wie diese hier gelebt werden. Die Auseinandersetzung findet hier ganz anders statt.“ Damit meint Alexander Herzner seinen Werte-Workshop der bei der Abu Dhabi Police großen Anklang fand. Wie wichtig die Reflexion der täglichen Arbeit mit den Werten ist, wurde den Teilnehmern dadurch klar. „It is very important in our job, to reflect and act to ones values.“ So ein Teilnehmer.

 

So haben KMUs ihre Risiken im Griff

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Hintergrund:

Das aktive identifizieren, bewerten und steuern von Risiken ist bislang nicht auf der Agenda von kleinen- und mittleren Unternehmen (KMU). Dabei ist das Thema auch für KMUs, vor allem GmbHs nicht zu unterschätzen. Denn laut § 43 GmbHG haben „Die Geschäftsführer (..) in den Angelegenheiten der Gesellschaft die Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes anzuwenden. (2) Geschäftsführer, welche ihre Obliegenheiten verletzen, haften der Gesellschaft solidarisch für den entstandenen Schaden.“ Auch das HGB fordert einen besonderen Umgang mit Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Steuerberater und Wirtschaftsprüfer gehen nur auf interne Risiken ein, die relevant für die Rechnungslegung sind. Andere interne Risiken (z.B. Fachkräfte-, Bewerbermangel, Krankheit, …) oder externe Risiken (z.B. Wettbewerb, Vertragsrisiken, gesetzliche Änderungen, Preisänderungen, …) werden dabei nicht berücksichtigt. Nach HGB sind im Lagebricht die Chancen und Risiken der Gesellschaft darzulegen.

 

Was also tun als KMU? Die Lösung ist ein Risikomanagementsystem nach ISO 31000 oder COSO. Beide Verfahren liefern einen Risikomanagementprozess, der dem Unternehmen hilft, Risiken zu identifizieren, zu analysieren, zu bewerten und zu steuern. Der Nachteil liegt für KMUs klar auf der Hand: Die hohen Implementierungskosten und der hohe Zeitaufwand schrecken die meisten davon ab.

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Die Lösung: Ein eigenes, an das Unternehmen und die Branche angepasstes Risikomanagementsystem.

 

Wie: Mit einfachen Tools lassen sich Risiken identifizieren, analysieren, bewerten und steuern. Das System lässt sich z.B. in Excel abbilden – so ist es einfach und für jeden Mitarbeiter zu verstehen und sofort anzuwenden.

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Nutzen:

Alle Risiken, die negative Auswirkungen auf das Unternehmen haben könnten, sind bekannt, bewertet und Maßnahmen zur Vorbeugung getroffen. Sollte ein Risiko dennoch eintreten, so ist man darauf vorbereitet und weiß das Risiko zu handhaben. Der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken wirkt sich auch positiv auf Kunden, Lieferanten, Banken oder bei Unternehmensnachfolgen aus. Zugleich bietet jedes Risiko auch eine Chance, die das Unternehmen für Wettbewerbsvorteile nutzen kann.

 

Beispiel: Brainstorming zur Risikoidentifikation

Sie und Ihr Team (z.B. alle Projektleiter, Vertriebsmitarbeiter, Produktionsmitarbeiter etc.) benötigen lediglich einen dickeren Stift, Karteikarten und etwas Platz (z.B. großer Tisch, Pinnwand o.ä.). Innerhalb von 10 Minuten schreibt jeder die Geschehnisse auf, die seinen / ihren Arbeitsablauf gestört haben oder beinahe gestört hätten. Das können Punkte aus den Bereichen Arbeitssicherheit, Unvorhergesehene Ereignisse im Projektablauf oder ähnliches sein. Alles wird auf dem Tisch / Pinnwand gesammelt.

Im Anschluss werden Cluster gebildet: Was ist bereits eingetreten? Was sind nur Befürchtungen gewesen?

Wichtig beim Brainstorming: Innerhalb der Zeit ist alles aufzuschreiben, es gibt kein „richtig“ oder „falsch“ – alles wird ohne Kommentar und Bewertung notiert und angesprochen.

 

Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung – Kontakt

Bildquelle: http://www.pixabay.com CC0 Lizenz

Warum Ethik im Unternehmen nicht funktioniert

Die verschiedenen ethischen Grundrichtungen sind ausreichend diskutiert, doch im Alltag werden die Organisationen mit ethischen Fragen großteils alleine gelassen und es liegt an der Tugendhaftigkeit des jeweiligen Menschen, sich „moralisch gut“ zu verhalten. Deutlich wird dies derzeit beim Dieselgate, den Absprachen der großen Automobilunternehmen. Die Beispiele lassen sich zahlreich fortführen.

Dabei trägt die Organisationsstruktur maßgeblich dazu bei, „ethisch gut“ arbeiten zu können. Folgende Argumente sprechen trotz guter Tugend letztendlich dagegen, Verantwortung zu übernehmen:

Solange in Hierarchien das Denken und Handeln aufgegeben wird, nicht an einer gemeinsamen Vision und an gemeinsamen Wertvorstellungen gearbeitet wird, wird Egoismus weiterhin die Verfolgung eigener Ziele bestärken und die Organisation an der Entwicklung hindern. Dieses Modell nennen wir heute Management. Warum Management heute aber nicht funktioniert können Sie hier nachlesen. (http://www.betacodex.org).

UnbenanntQuelle: BBRT

Weiterhin erschwert das Führen mit Zielen (Management by Objectives) ein ethisches Verhalten. Sicherlich sind Ziele wichtig und bieten Orientierung, aber in Organisationen werden Zielvereinbarungsgespräche geführt und der Verhandlungsschwächere (meist eine Hierarchiestufe niedriger) geht mit für ihn zu hohen Zielen aus den Verhandlungen. Die Folge: Gibt der Markt diese Möglichkeiten nicht her, diese Ziele zu erreichen, so wird der Mitarbeiter „erfinderisch“ und zu unethischem Verhalten geradezu aufgefordert. Der Befehl lautet ja: Erreiche das Ziel!

So erkennen Sie anhand folgender Beispielhafter Ziele, ob Sie irgendwann in einer Dilemma-Situation landen: Bringen Sie X € Umsatz im Monat, führen Sie Anzahl Y Gespräche mit Kunden; Erzielen Sie eine bestimmte Anzahl an Abschlüssen…

Fixierte Ziele mit Planvorgaben und Ist-vergleich erzwingen Kontrolle und beeinflussen das Verhalten negativ.

Besser: Flexible Ziele – Ein erster Schritt zu ethischem Verhalten

Diese richten sich an den Markt und der Mitarbeiter steht nicht „unter Druck“ diese Ziele auf illegale Weise zu erreichen. Dies wird auch empirisch unterstützt. So sind zu hohe Ziele die erste Ursache dafür, dass Mitarbeiter einer Organisation zu Korruption greifen (Campbell 2014). Compliance ist die Folge und wird als Kontrollinstanz notwendig. Die Ursache wird nicht bekämpft.

Ein weiterer Grund zu unethischem Verhalten liegt am Gehalt, gekoppelt an fixen Leistungszielen. Das derzeitige Vergütungssystem ist ein weiterer Baustein, der Gier fördert und Mitarbeiter Wege finden, den besten Bonus zu erzielen (egal ob damit Wertschöpfung entsteht, Gesetze gebrochen werden, Mitarbeiter gemobbt werden, Zahlen verfälscht werden etc.). Gehen Sie zu relativen, variablen Vergütungssystemen über, gekoppelt mit relativen Grundgehältern. Werden Mitarbeiter entsprechend ihren Fähigkeiten entlohnt und können diese von dem Verdienst leben, entfällt ein weiterer Grund unethisch zu handeln.

3-in-1 Workshop: Bewegung, Entspannung und Selbstmanagement

Jetzt für das Seminar am 22. September buchen: erste Plätze sichern (Ausweichtermin bei schlechter Witterung: 29. September)

Immer mehr Aufgaben und Verantwortungen landen täglich auf den Schultern von MitarbeiterInnen und Führungskräften. Burn-Out und Work-Life-Balance ist heute in aller Munde. Gleichzeitig steigt der Anteil der innerlich Gekündigten weiter an. Und zu dem allem ist auch lebenslanges Lernen immer wichtiger – dabei bleibt eine gesunde Bewegung und die Entspannung auf der Strecke.

Genau hier setzt der innovative Ansatz einer Fortbildung an und kombiniert eine Wanderung durch ein Naherholungsgebiet mit der Anwendung von Selbstmanagementtools, die in der entspannenden und inspirierenden Umgebung sofort angewendet werden. Lassen Sie sich überraschen und inspirieren.

aus dem Inhalt:

  • Private und berufliche Ziele richtig setzen
  • Priorisierung und Optimierung der eigenen Produktivität und Kreativität im Rahmen eines Selbstmanagements.
  • Wanderung durch ein Naherholungsgebiet
  • Methoden zur Selbstreflexion und zur Steigerung der Selbst- und Fremdmotivation
  • natürlich Entspannung und Gelegenheit zum Netzwerken

Inkl. Lunchpaket. Festes Schuhwerk und Wanderausstattung notwendig.

 

Bei Buchungen bis zum 15.08. erhalten Sie den Workshop zum Sommer-Special für nur 200 € statt 250 € ideal für Azubis, neue Mitarbeiter, Führungskräfte oder die gesamte Belegschaft (z.B. als Betriebsausflug). Anfragen direkt über die Homepage oder an Fr. Dagmar Bock 0961 / 481 787 8